Rudern – Die ganze Geschichte.

Die ersten Schritte

Im zarten Alter von fünf Jahren begann ich zunächst wie fast jeder kleine Junge mit Bewegungsdrang, Fußball zu spielen – beim SV Einheit Bernburg. Auch wenn es mir sehr viel Spaß gemacht hat, so zog es mich exakt fünf Jahre später dann doch ins direkt benachbarte Ruderbootshaus. Das lag mit Sicherheit auch ein Stück weit daran, dass meine beiden Eltern selbst Ruderer waren. Es ging gleich gut los: bei meiner ersten Landesmeisterschaft im Jahr 2001 konnte ich den Titel im Einer der Altersklasse 11 gewinnen. Doch die Erfolge fielen mir in den darauffolgenden Jahren nicht zu. Das erweckte jedoch einen großen Ehrgeiz in mir, sodass ich mich im Jahr 2005 dazu entschied, nach Magdeburg aufs Sportinternat zu ziehen, um beim SC Magdeburg das Training auf ein neues Level zu heben.

Das nächste Level: Junioren- und U23 Bereich

Im Jahr 2007 gewann ich dann gemeinsam mit meinem Internatsmitbewohner und guten Freund Clemens Kuhnert zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft, im Doppelzweier der Junioren B. Ein Jahr später konnte ich dann als „Riemer“ erstmals internationale Luft schnuppern und im Junioren-Achter Gold bei der Weltmeisterschaft in Linz gewinnen. 2009 wechselte ich auf Anraten meines Trainers zurück in den Skull-Bereich und gewann Gold bei der Junioren-WM im Doppelvierer.

Im U23 Bereich konnte ich mich dann 2010 nicht für die WM qualifizieren. Ich wechselte zurück in den Riemen-Bereich. Ein Jahr später folgte WM-Platz 4 im Achter. Parallel dazu entschied ich mich, nach Dortmund zu ziehen, um dort mit dem Team Deutschlandachter zu trainieren und ein Journalistik-Studium zu beginnen. 2012 gewann ich Silber im Achter.

Schritt für Schritt dem Ziel näher

Im Jahr 2013 war ich offiziell noch U23-Sportler, konnte mich aber schon für das Nationalteam in der offenen Klasse qualifizieren – ich wurde Schlagmann des Vierer-ohne. Diese Saison war sehr lehrreich für mich. Ich gewann Bronze bei der Europameisterschaft. Bei der WM folgte der 12. Platz.

Ein Jahr später sollte sich zeigen, wie viel ich gelernt hatte. Mit meinem neuen Zweierpartner gewann ich Bronze bei der Deutschen Meisterschaft, was uns einen Platz im legendären Deutschlandachter verschaffte. Es folgte mein erster Europameistertitel, der Weltcupsieg auf dem Göttersee in Luzern und WM-Silber.

Im Vierer zu Olympia

2015 und 2016 saß ich im Vierer-ohne. 2015 konnten wir als sehr junge Crew bei der WM einen beachtenswerten fünften Platz erringen und damit das Boot für die Olympischen Spiele qualifizieren. 2016 folgte mit leicht veränderter Mannschaft Platz 12 bei den Spielen in Rio. Eine bittere, aber sehr lehrreiche Erfahrung. Dennoch war es ein großartiges Erlebnis, an den Olympischen Spielen teilzunehmen – es war schließlich bis dato mein Lebenstraum!

Rückschlag als neuer Startschuss

Das enttäuschende Ergebnis in Rio musste ich erstmal verarbeiten. Nach einigen Wochen weckte diese Erfahrung neuen Ehrgeiz, es noch einmal zu versuchen. Was dann folgte, waren die beiden bisher erfolgreichsten und schönsten Jahre meiner leistungssportlichen Karriere. Ich qualifizierte mich im Jahr 2017 für den Deutschlandachter. Wir gewannen jede Regatta: Die Europameisterschaft, zwei Weltcups, die Royal Henley Regatta; stellten die bis heute bestehende Weltbestzeit auf und krönten die Saison mit dem Weltmeistertitel.

Im Dezember 2017 wurden wir, der Deutschlandachter, erstmalig vom Weltruderverband FISA mit dem Titel „Crew of the Year“ ausgezeichnet.

Bei der prestigeträchtigen Wahl des „Sportler des Jahres 2017“ gewannen wir den zweiten Platz in der Mannschaftswertung.

Im darauffolgenden Jahr entschied sich der Bundestrainer dafür, den Achter unverändert zu lassen. Die Erfolge zu wiederholen, war nicht leicht. Doch wir schafften es. Wir gewannen den Weltcup-Gesamtsieg, den Europameistertitel und den WM-Titel und blieben damit erneut ungeschlagen. Eine historische Serie, die mit Platz 3 beim „Sportler des Jahres“ gewürdigt wurde.

Neue Wege

Im Jahr 2019 entschied sich der Trainer, mich für den Vierer-ohne zu nominieren. Bei der Europameisterschaft und beim Weltcup-Finale gewannen wir jeweils die Bronzemedaille. Nachdem wir bei der Weltmeisterschaft dann überraschend leider nicht die direkte Olympiaqualifikation schaffen konnten, musste ich reflektieren und mich neu sortieren. Rückschläge gehören dazu und wir können daraus immer etwas lernen und Kraft schöpfen. Ich richte derzeit nun den vollen Fokus darauf, die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio noch zu erreichen, um dort erfolgreich teilnehmen zu können.

Rudern – Die ganze Geschichte.

Die ersten Schritte

Im zarten Alter von fünf Jahren begann ich zunächst wie fast jeder kleine Junge mit Bewegungsdrang, Fußball zu spielen – beim SV Einheit Bernburg. Auch wenn es mir sehr viel Spaß gemacht hat, so zog es mich exakt fünf Jahre später dann doch ins direkt benachbarte Ruderbootshaus. Das lag mit Sicherheit auch ein Stück weit daran, dass meine beiden Eltern selbst Ruderer waren. Es ging gleich gut los: bei meiner ersten Landesmeisterschaft im Jahr 2001 konnte ich den Titel im Einer der Altersklasse 11 gewinnen. Doch die Erfolge fielen mir in den darauffolgenden Jahren nicht zu. Das erweckte jedoch einen großen Ehrgeiz in mir, sodass ich mich im Jahr 2005 dazu entschied, nach Magdeburg aufs Sportinternat zu ziehen, um beim SC Magdeburg das Training auf ein neues Level zu heben.

Das nächste Level: Junioren- und U23 Bereich

Im Jahr 2007 gewann ich dann gemeinsam mit meinem Internatsmitbewohner und guten Freund Clemens Kuhnert zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft, im Doppelzweier der Junioren B. Ein Jahr später konnte ich dann als „Riemer“ erstmals internationale Luft schnuppern und im Junioren-Achter Gold bei der Weltmeisterschaft in Linz gewinnen. 2009 wechselte ich auf Anraten meines Trainers zurück in den Skull-Bereich und gewann Gold bei der Junioren-WM im Doppelvierer.

Im U23 Bereich konnte ich mich dann 2010 nicht für die WM qualifizieren. Ich wechselte zurück in den Riemen-Bereich. Ein Jahr später folgte WM-Platz 4 im Achter. Parallel dazu entschied ich mich, nach Dortmund zu ziehen, um dort mit dem Team Deutschlandachter zu trainieren und ein Journalistik-Studium zu beginnen. 2012 gewann ich Silber im Achter.

Schritt für Schritt dem Ziel näher

Im Jahr 2013 war ich offiziell noch U23-Sportler, konnte mich aber schon für das Nationalteam in der offenen Klasse qualifizieren – ich wurde Schlagmann des Vierer-ohne. Diese Saison war sehr lehrreich für mich. Ich gewann Bronze bei der Europameisterschaft. Bei der WM folgte der 12. Platz.

Ein Jahr später sollte sich zeigen, wie viel ich gelernt hatte. Mit meinem neuen Zweierpartner gewann ich Bronze bei der Deutschen Meisterschaft, was uns einen Platz im legendären Deutschlandachter verschaffte. Es folgte mein erster Europameistertitel, der Weltcupsieg auf dem Göttersee in Luzern und WM-Silber.

Im Vierer zu Olympia

2015 und 2016 saß ich im Vierer-ohne. 2015 konnten wir als sehr junge Crew bei der WM einen beachtenswerten fünften Platz erringen und damit das Boot für die Olympischen Spiele qualifizieren. 2016 folgte mit leicht veränderter Mannschaft Platz 12 bei den Spielen in Rio. Eine bittere, aber sehr lehrreiche Erfahrung. Dennoch war es ein großartiges Erlebnis, an den Olympischen Spielen teilzunehmen – es war schließlich bis dato mein Lebenstraum!

Rückschlag als neuer Startschuss

Das enttäuschende Ergebnis in Rio musste ich erstmal verarbeiten. Nach einigen Wochen weckte diese Erfahrung neuen Ehrgeiz, es noch einmal zu versuchen. Was dann folgte, waren die beiden bisher erfolgreichsten und schönsten Jahre meiner leistungssportlichen Karriere. Ich qualifizierte mich im Jahr 2017 für den Deutschlandachter. Wir gewannen jede Regatta: Die Europameisterschaft, zwei Weltcups, die Royal Henley Regatta; stellten die bis heute bestehende Weltbestzeit auf und krönten die Saison mit dem Weltmeistertitel.

Im Dezember 2017 wurden wir, der Deutschlandachter, erstmalig vom Weltruderverband FISA mit dem Titel „Crew of the Year“ ausgezeichnet.

Bei der prestigeträchtigen Wahl des „Sportler des Jahres 2017“ gewannen wir den zweiten Platz in der Mannschaftswertung.

Im darauffolgenden Jahr entschied sich der Bundestrainer dafür, den Achter unverändert zu lassen. Die Erfolge zu wiederholen, war nicht leicht. Doch wir schafften es. Wir gewannen den Weltcup-Gesamtsieg, den Europameistertitel und den WM-Titel und blieben damit erneut ungeschlagen. Eine historische Serie, die mit Platz 3 beim „Sportler des Jahres“ gewürdigt wurde.

Neue Wege

Im Jahr 2019 entschied sich der Trainer, mich für den Vierer-ohne zu nominieren. Bei der Europameisterschaft und beim Weltcup-Finale gewannen wir jeweils die Bronzemedaille. Nachdem wir bei der Weltmeisterschaft dann überraschend leider nicht die direkte Olympiaqualifikation schaffen konnten, musste ich reflektieren und mich neu sortieren. Rückschläge gehören dazu und wir können daraus immer etwas lernen und Kraft schöpfen. Ich richte derzeit nun den vollen Fokus darauf, die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio noch zu erreichen, um dort erfolgreich teilnehmen zu können.